Neue Wettanbieter 2026 in Österreich: Wer ist neu, wer hat eine Bewilligung, und was bleibt unter der Quote übrig?

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Ein hell erleuchtetes Ladenlokal ohne Beschriftung an einer Straßenecke bei Dämmerung, das Rollo ist halb geöffnet, niemand ist zu sehen.
Tipico schloss die Übernahme von Admiral Österreich (Atlas Group GmbH) von Novomatic Anfang September 2025 ab und muss 20 Wettshops in Österreich verkaufen.
Zuletzt aktualisiert: Lesezeit: 29 Min.
Inhaltsverzeichnis

Stand: 30 Oktober 2026 · geprüft gegen die Veröffentlichung der landesbehördlichen Bewilligungen und die Wettordnungen der Anbieter zum jeweiligen Stand der Seite.

Ein Wettanbieter ist in Österreich nicht deshalb „neu“, weil er ein Youtube-Video dazu dreht. Wer hierzulande Sportwetten anbietet, braucht eine Bewilligung des Bundeslandes, von dem aus er den Datenverkehr abwickelt; eine Lizenz aus Malta, Gibraltar oder Curaçao ersetzt das nicht. Der Markt ist klein, die Liste der Marken mit einer österreichischen Bewilligung ist es auch, und der Rest ist ein Feld ausländisch lizenzierter Namen, das die Bundeswettbewerbsbehörde, die Gerichte und die Wettgesetze der Länder gerade wieder sortieren. Diese Seite misst zehn Anbieter an der Bewilligung, am Quotenniveau, an den Bonusbedingungen und an der Auszahlung — und sie sagt auch, was sie nicht misst: einen Sieger.

Was einen neuen Wettanbieter in Österreich eigentlich „neu“ macht

Frisch im Markt, aber nicht jeder Neuzugang ist ein neuer Anbieter

Als „neu“ gilt ein Anbieter, der hierzulande bislang nicht oder kaum aufgetreten ist. Das kann eine Marke sein, die nach einer Übernahme plötzlich in österreichischen Regalen steht — Admiral nach dem Verkauf an Tipico ist das deutlichste Beispiel dieses Jahr —, oder ein Anbieter, der eine Schnittstelle zu einem Quotenlieferanten wie Kambi einkauft und mit neuen Farben an den Start geht. Beide Male entscheidet nicht das Logo, sondern der Schnitt: Wer den Wettschein ausfüllt, wer die Auszahlung anweist, wer die Limits kontrolliert. Ist das ein neuer Name über alter Technik, lässt sich die Frage, was er wert ist, an denselben Zahlen messen — Quoten, Märkte, Auszahlungsdauer.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz, im Hintergrund eine ferne Tribüne im Morgendunst, Tau glänzt im Gras.
tipp3 nimmt Wetten über rund 3300 Trafiken und Annahmestellen, über die Trafik-App und online an; die Österreichische Sportwetten Gesellschaft wurde im April 2000 gegründet.

Wirklich neu im österreichischen Sinn ist ein Anbieter erst, wenn er eine landesbehördliche Bewilligung nachweist oder zumindest nennt. Auf der Seite der Neuzugänge finden sich dieses Jahr Marken, die in anderen Märkten seit Jahren laufen, in Österreich aber bislang nicht oder nur am Rand aufgetaucht sind. Das ist im Wettmarkt der Normalfall: Eintritt und Marke sind zwei Paar Schuhe.

Woran sich ein neuer Anbieter prüfen lässt, bevor das Konto eröffnet wird

Drei Punkte tragen mehr Information als jedes Werbevideo:

  • Bewilligung. Impressum aufmachen, das Bundesland und die Behörde suchen, die Aktenzahl mitlesen. Fehlt der Eintrag, fehlt auch die Bewilligung im österreichischen Sinn. Eine Malta-Lizenz im Footer heißt nicht „in Österreich bewilligt“, sondern „in Malta zugelassen“.
  • Wettgebühr. Seit 1. April 2025 werden 5 Prozent des Wetteinsatzes fällig. Ob der Anbieter das im Gewinn abzieht, in die Quote einrechnet oder selbst trägt, sagt er in den FAQ oder in den Wettregeln. Ein Anbieter, der die Wettgebühr im Gewinn abzieht, schmälert eine Wette, die schon gewonnen ist, und der Strich auf dem Wettschein fällt niedriger aus, als die Quote versprochen hat.
  • Selbstsperre. Eine Selbstsperre ist nur dann eine Selbstsperre, wenn sie nicht über die App hinausgeht. Tipico, Admiral, win2day und tipp3 bieten sie kontoweise; eine Malta-Marke lehnt österreichische Ersuche ab, das österreichische Sperrregister kennt sie nicht.

Was nicht in diese Prüfung gehört: ein Willkommensbonus. Der zeigt nur, was der Anbieter verschenkt, nicht was er hält.

Warum „beste neue Wettanbieter 2026“ keine geheime Auswahl ist

Sucht man nach diesem Begriff, landet man auf vielen Listen, die ähnlich aussehen: Logo, Logo, Logo, ein Satz, eine Note. Diese Seite arbeitet anders. Sie übernimmt keine Bewertungen aus Werbematerial, sie erfindt keine Quote, und sie misst nicht entlang einer versteckten Gewichtung. Sie ordnet die Anbieter nach den Kriterien, die in diesem Markt den Unterschied machen, und sie kennzeichnet jeden, der keine österreichische Bewilligung nennt, als genau das: „ohne österreichische Bewilligung“. Wer hier nach einer Platzierung sucht, nach der er sich orientieren kann, sucht das Falsche — die Liste zeigt, was an Daten vorliegt, nicht was zu setzen ist.

Die Rechtslage: Was eine Bewilligung in Österreich wirklich bedeutet

Warum es keine bundesweite Liste gibt

Österreich kennt im Sportwettenrecht keinen einheitlichen Markt. Das Glücksspielgesetz des Bundes, kurz GSpG, regelt Lotterien und Casinos, nicht aber den klassischen Wettanbieter. Eine Sportwette gilt nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs als Geschicklichkeitsspiel — VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019 — und fällt damit aus dem GSpG heraus. Für die Lizenz eines Wettanbieters ist deshalb nicht der Bund zuständig, sondern das Bundesland. Jedes der neun Länder hat ein eigenes Wettgesetz; Niederösterreich regelt die Bewilligung über das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020), Wien über das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich, Tirol und die übrigen Länder nach ihren eigenen Texten. Die Bewilligung wird durch die jeweilige Landesregierung erteilt, im Fall Niederösterreichs etwa mit Bescheid vom 10.12.2020 unter der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020, wie ihn tipp3 und win2day in ihren Impressen anführen.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen auf einem Schreibtisch neben einer Tasse, Blick schräg von oben.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten über Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Für ein bundesweites Verzeichnis bewilligter Anbieter gibt es in dieser Konstruktion keinen Platz. Wer eine Auskunft sucht, muss beim Land nachfragen — und nicht jedes Land führt eine öffentliche Liste.

Was eine ausländische Lizenz bedeutet — und was nicht

Eine Malta-Lizenz, eine Curaçao-Lizenz oder eine Lizenz aus Gibraltar ist keine österreichische Bewilligung. Sie ist die Erlaubnis eines anderen Staates, von seinem Hoheitsgebiet aus Sportwetten anzubieten, und sie sagt nichts darüber, ob der Anbieter in Österreich Rechtens handelt. Der Verwaltungsgerichtshof hat in einer Entscheidung vom 9. April 2026 (Ra 2025/02/0037) zum Oberösterreichischen Wettgesetz bestätigt, dass die Bewilligungspflicht an den Ort der Datenbereitstellung anknüpft — wer seinen Server im Ausland betreibt und das Wettangebot von dort aus steuert, fällt aus der Landbewilligung heraus. Umgekehrt bedeutet das: Eine österreichische Bewilligung schützt nur den, der sie auf heimischem Boden nutzt; eine ausländische Lizenz schützt niemanden in Österreich davor, dass die Behörde zugreift.

Für den Spieler folgt daraus zweierlei. Er kann eine Sportwette bei einem Malta-Anbieter platzieren, ohne dass ihn eine Strafnorm trifft — eine Spielerstrafbarkeit ist im österreichischen Recht nicht etabliert. Er hat aber auch keinen österreichischen Ansprechpartner, wenn der Anbieter den Gewinn nicht auszahlt, die Quote kürzt oder das Konto ohne Grund sperrt. Der Rechtsweg führt ins Ausland, das Recht ist das des Lizenzlandes, die Sprache oft Englisch. Diese Asymmetrie ist der Preis für eine Malta-Quote, die oft ein paar Zehntel höher liegt.

Wer hier mit einer Bewilligung steht — und wer nicht

In der nachfolgenden Tabelle sind die Anbieter nach der Bewilligungslage geordnet. Die Spalte „Bewilligung in Österreich“ nennt, was der Anbieter selbst dazu veröffentlicht — Impressum, Wettordnung, Fußzeile. Die Spalte „Ausgewiesene Lizenz“ zeigt, unter welcher ausländischen Lizenz der Anbieter zusätzlich steht, falls er eine nennt; sie ist keine österreichische Bewilligung.

Anbieter Bewilligung in Österreich Ausgewiesene Lizenz
tipp3 NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 —
win2day (Sportwetten) NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 —
Starsportwetten behördliche Bewilligung laut Google-Play-Beschreibung, Bescheid vom 8. März 2022; Land und Aktenzahl nicht ausgewiesen —
Admiral Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz —
Vierklee Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0, Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz —
Merkur Bets Bewilligung eines Bundeslandes; Land und Bescheid im Auftritt nicht genannt —
Lottoland ohne österreichische Bewilligung MGA (Malta)
bet-at-home ohne österreichische Bewilligung MGA (Malta), über die Bet-at-home.com Holding Ltd. in Mosta
Spinsino ohne österreichische Bewilligung Curaçao (OGL/2024/677/0722, Paloma Media B.V.)
888sport ohne österreichische Bewilligung Gibraltar (Evoke plc)

Wer in dieser Tabelle in der Spalte „Bewilligung in Österreich“ keinen Eintrag findet, hat keine veröffentlichte Landbewilligung. Das schließt eine österreichische Erlaubnis nicht aus — es schließt nur aus, dass der Anbieter sie öffentlich macht. Importeure, Vertriebspartner, stationäre Annahmestellen können eine andere Lage schaffen; im Onlinemarkt geht die Seite vom veröffentlichten Stand aus.

Was die Wettgebühr von 5 Prozent mit der Quote macht

Seit 1. April 2025 werden auf alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich 5 Prozent Wettgebühr fällig, geregelt in § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Die Gebühr trifft nicht den Spieler, sondern den Anbieter, und ist auch auf Wetten bei ausländischen Anbietern zu entrichten, sofern sie in Österreich abgeschlossen werden. Für den Spieler entscheidend ist, was der Anbieter damit macht. Tipico trägt die Wettgebühr nach eigenen Angaben bei verlorenen Wetten selbst, zieht aber 5 Prozent vom Gewinn ab, sobald die Wette sitzt; andere Anbieter kapseln die Gebühr in der Quote und der Bruttogewinn bleibt auf den ersten Blick gleich, fällt aber um den Gebührenanteil kleiner aus. Das hat Folgen für jede Quote, die beworben wird: Eine 2,00 mit eingerechneter Wettgebühr ist nicht das, was sie verspricht; eine 1,95 ohne Wettgebühr im Gewinn ist ehrlicher. Die 5 Prozent haben den österreichischen Markt nicht zerstört, sie haben ihn transparenter gemacht.

Wie das Spielrecht mit Bonus und Werbung umgeht

Im Sportwettenrecht gibt es in Österreich kein bundesweites Werbeverbot und keine zeitliche Einschränkung für Werbung. Die Landesgesetze verlangen einen verantwortlichen Standard; die Sanktion liegt bei den Landesbehörden. Boni unterliegen keiner branchenspezifischen Norm; was die Wettgebühr oder der Bonus kostet, sagt der Anbieter selbst, in den Wettregeln oder in den Aktionsbedingungen. Was hier auch gesagt werden muss: Ein Promo-Code, ein Gutschein und ein „exklusiver Bonus“ sind Werbehilfen, die das Angebot nicht verändern, und sie werden auf dieser Seite nicht ausgewiesen. Wer einen Bonus mitnimmt, liest die Bedingungen — Mindestquote, Umsatz, Frist — und entscheidet dann, ob er ihn will.

Spielerschutz bei neuen Marken: Wer sperrt, wer nicht, und warum ein Limit nicht reicht

Drei Schutzebenen, die jeder neue Anbieter beherrschen sollte

Spielerschutz ist im österreichischen Sportwettenrecht keine einheitliche Pflicht. Es gibt keine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten, wie es das Glücksspielrecht mit der geplanten Sperrregister-Reform 2026 für Casinos und Lotterien vorsieht; das Glücksspielreformgesetz 2026, das beim Stand dieser Seite noch im Entwurf liegt, schließt Sportwetten ausdrücklich aus. Was bleibt, sind drei Ebenen, die jeder einzelne Anbieter setzen muss:

  • Altersprüfung. 18 Jahre ist in Wien und Oberösterreich ausdrücklich, die übrigen Länder ziehen nach. Wer hier eine schwache Prüfung hat, lässt Minderjährige ins System — kein technisches Detail, sondern der Punkt, an dem die Bewilligung steht und fällt.
  • Einsatzlimits. Es gibt keinen bundesweiten Pflichtbetrag. Win2day gibt ein wöchentliches Limit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren vor, ab dem 27. Lebensjahr wechselt es auf 1.680 € pro Kalendermonat; Gewinne zählen nicht in das Limit hinein. Auf Antrag kann das Limit höher gesetzt werden.
  • Selbstsperre. Tipico, Admiral, win2day und tipp3 bieten Selbstsperren an, die meisten kontoweise, manche mit unterschiedlichen Fristen. Wer bei mehreren Anbietern spielt, sperrt sich bei jedem einzeln; es gibt keinen österreichischen Schalter, der alle gleichzeitig trifft.

Was hier auch gesagt werden muss: Wer gegen das eigene Spielverhalten vorgehen will, sollte nicht nur die Sperre, sondern das Konto schließen. Eine Selbstsperre von drei Jahren nützt wenig, wenn dasselbe Konto mit neuem Login wieder aktiviert werden kann, sobald die Frist endet.

Warum ein ausländischer Anbieter die österreichische Sperre nicht kennt

Eine Selbstsperre bei einem Malta-Anbieter ist eine Selbstsperre bei einem Malta-Anbieter. Sie gilt für dessen Marke, seine Domains und seine Konzerntöchter, nicht aber für ein Dutzend andere Wettanbieter, die unter dem gleichen Quotenlieferanten laufen. Wer sich ernsthaft aus dem Markt nehmen will, sperrt sich bei jedem Anbieter einzeln und lässt sich die Sperre schriftlich bestätigen. Wer das nicht schafft, sollte sich an die österreichische Anlaufstelle für Spielsucht wenden — die Bundesstelle für Spielsucht, Playsponsible.at — und sich beraten lassen, bevor er einen fünften Account eröffnet.

Warum ein Einzahlungslimit ohne Selbstsperre das schwächste Werkzeug ist

Ein Wochenlimit von 250 € ist im Kontomenü eine Einstellung, die der Spieler selbst setzt und die er auch wieder zurücknehmen kann. Wer sich auf das Limit verlässt, ohne den Anbieter zu wechseln oder die Sperre zu aktivieren, hat sich nicht geschützt, sondern eine Komfortfunktion aktiviert. Die Grenze verschiebt sich, sobald ein neues Konto nötig wird. Das ist keine Warnung vor einem einzelnen Anbieter; das ist die Funktionsweise von Limits in einem föderalen Markt ohne zentrales Register.

Wo das Geld aufhört und das Hilfeangebot anfängt

Wer merkt, dass er setzt, was er nicht hat, sollte den Stecker ziehen, bevor die Wette steht. Die Anlaufstellen in Österreich sind die Bundesstelle für Spielsucht und die Caritas; Adressen und Telefonnummern stehen auf Playsponsible.at und auf jeder Sperrseite der heimischen Anbieter. Was die Seite hier nicht tut: Sie gibt keine Empfehlung für ein bestimmtes Angebot und keine Anleitung, „wie man mit Sportwetten aufhört“. Das ist Sache der Beratung, nicht der Wettanalyse.

Bonus und Gratiswetten: Was neue Anbieter verschenken, und was davon übrig bleibt

Warum der Bonus die kleinste Zahl im Vertrag ist

Ein Willkommensbonus ist eine Geste, kein Geschenk. Hinter ihm steht ein Vertrag, der den Bonus an Bedingungen bindet — eine Umsatzvorgabe, eine Mindestquote und eine Frist. Wer die Bedingungen nicht liest, bevor er einzahlt, hat sie später nicht beachtet und fragt sich dann, warum der Anbieter den Gewinn einbehält. Das ist die häufigste Beschwerde in Bonusforen und der Grund, warum ein 100-Prozent-Bonus bis 100 € selten 100 € wert ist.

Was ein „Bonus“ tatsächlich wert ist, hängt an drei Zahlen, die der Anbieter offenlegen muss:

  • Umsatzfaktor. Wie oft muss der Bonus oder der Bonus plus Einzahlung durchgespielt werden, bevor er auszahlbar wird?
  • Mindestquote. Welche Quote muss eine Wette haben, damit sie auf den Umsatz zählt?
  • Frist. Bis wann muss der Umsatz erfüllt sein? Zu kurze Fristen verwandeln den Bonus in einen Verlust.

Ein Bonus mit Faktor 5x auf den Bonus, Mindestquote 1,80 und einer 30-Tage-Frist ist nicht „besser“ als ein Bonus mit Faktor 3x, Mindestquote 1,50 und 90 Tagen — die bessere Zahl entscheidet nicht allein. Wer einen Bonus mitnimmt, ohne die Frist einzuhalten, verliert den Bonus; wer die Mindestquote unterläuft, verliert den Umsatz; wer auf die falschen Märkte setzt, lässt den Zähler stillstehen.

Warum eine Gratiswette nicht das ist, was sie verspricht

Eine Gratiswette, auf Neudeutsch „Free Bet“, heißt auf den ersten Blick: Geld geschenkt. Auf den zweiten Blick: Geld, das nur dann ausgezahlt wird, wenn die Wette sitzt — und das ist nicht der Einsatz, den der Spieler beim Tipp riskiert hat. Sitzt die Wette, wird der Gewinn ausgezahlt; der Einsatz, also der „Free Bet“-Anteil, wird in der Regel nicht zurückerstattet. Wer eine Gratiswette über 10 € auf Quote 3,00 abschließt, gewinnt 20 € Netto, nicht 30 €. Wer das nicht liest, wundert sich später über die Auszahlung.

Was Gratiswetten noch kosten: Sie sind oft auf Märkte beschränkt (Einzelwette, Mindestquote, kein Cash-Out), sie verfallen nach Tagen, und das Maximum, das aus einer Gratiswette überhaupt ausgezahlt werden darf, ist gedeckelt. Eine „Free Bet bis 100 € ohne Bedingungen“ liest sich imposant, hat aber ein Streichkonzert von Regelungen im Kleingedruckten.

Wie eine typische Bonusrechnung aussieht — und was sie kostet

Ein Bonus von 100 Prozent bis 100 € mit Faktor 5x auf Einzahlung plus Bonus und einer Mindestquote von 1,80 sieht erst einmal machbar aus. Wer 100 € einzahlt, bekommt 100 € Bonus, hat 200 € auf dem Konto und muss insgesamt 1.000 € umsetzen, davon zu Mindestquote 1,80. Das ist die Hälfte der Bedingung, die andere Hälfte hängt am Spielglück und an der Quote. Wer den Umsatz auf Märkten mit niedriger Marge spielt, gewinnt relativ viel, verliert relativ wenig; wer auf hohe Quoten geht, gewinnt mehr pro Tipp, muss aber öfter setzen. Die Faustregel: Wer einen Bonus mitnimmt, sollte ihn auf dem Markt abspielen, den er ohnehin spielt, nicht auf einem Extra-Markt, den er nur für den Umsatz anlegt.

Diese Rechnung enthält keine Gewinngarantie. Der Bonus ist eine Rechenhilfe, kein Verdienst. Wer ihn nimmt, sollte wissen, dass er im schlechtesten Fall die Einzahlung verliert und der Bonus futsch ist. Wer ihn nicht nimmt, sollte wissen, dass er den Anbieter nicht versteht. Beides ist keine Empfehlung, es ist eine Lesehilfe.

Zahlung und Auszahlung: Was ein neuer Anbieter hier leistet — und was er schuldig bleibt

Drei Dinge, die eine Auszahlung im neuen Anbieter verrät

Eine Auszahlung ist im Wettmarkt die ehrlichste Visitenkarte, die ein Anbieter hat. Wer sie schnell, in der eigenen Währung und ohne Wenn-und-Aber abwickelt, hat das Rückgrat im Sortiment. Wer sie bremst, mit Bedingungen verkettet oder an ungefragte Zusatzdokumente knüpft, zeigt, wo der Schuh drückt. Drei Punkte, die zu prüfen sind:

  • Methoden. Karte, E-Wallet, Banküberweisung, vielleicht PayPal — wer hier nur drei Optionen anbietet, schließt jene Kundinnen und Kunden aus, die ihren Anbieter nach Zahlungswegen wählen. Auszahlungen gehen oft nur auf demselben Weg wie die Einzahlung; das schreibt der Geldwäschestandard.
  • Dauer. Eine Auszahlung über E-Wallet sollte binnen 24 Stunden durch sein, eine Banküberweisung dauert in Österreich 1–3 Werktage, alles darüber ist verdächtig. Was im Werbeversprechen „sofort“ heißt, in der Praxis aber erst nach Identitätsprüfung, ist Werbung, nicht Auszahlung.
  • Gebühren. Ein seriöser Anbieter erhebt keine Auszahlungsgebühr für mindestens eine Methode pro Woche; wer jede Auszahlung ans Portemonnaie hängt, will den Kunden halten.

Warum PayPal bei einem neuen Anbieter nicht selbstverständlich ist

PayPal ist im Sportwettenmarkt eine seltene Auszeichnung. Wer PayPal anbietet, hat sich einer gesonderten Prüfung unterzogen, die PayPal selbst durchführt; sie lässt nicht jeden Anbieter zu. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer PayPal nicht anbietet, ist nicht automatisch schlecht, aber er hat eine bestimmte Hürde nicht genommen. Bei neuen Marken ist PayPal häufig nicht dabei; bei etablierten Marken ist es Standard. Wer auf PayPal Wert legt, prüft die Zahlungsseite, bevor er das Konto eröffnet.

Was die Wettgebühr mit der Auszahlung zu tun hat

Die Wettgebühr ist eine Abgabe auf den Einsatz, die der Anbieter zu tragen hat. Sie wird in der Auszahlung sichtbar, sobald der Anbieter sie im Gewinn abzieht — eine Wette zu Quote 2,00 bringt auf dem Wettschein 2,00, auf der Auszahlung 1,90, weil 5 Prozent des Bruttogewinns als Gebühr abgehen. Wer das nicht mitrechnet, wundert sich über eine Auszahlung, die ein paar Prozent kleiner ist als die Quote vermuten ließ. Die Wettgebühr ist nicht zu vermeiden; sie ist offen zu lesen.

Wie die Auszahlung im Streit endet

Streitigkeiten um die Auszahlung landen bei einem Lizenzland oder beim Anbietersitz, nicht beim österreichischen Verbraucherschutz. Wer bei einem Malta-Anbieter spielt, hat im Streitfall einen maltesischen Anbieter und ein maltesisches Gericht; wer bei einem Curaçao-Anbieter spielt, hat gar keine seriöse Schlichtungsstelle. Ein österreichisches Bewilligungsschild ist hier der größte Schutz, den der Markt bietet, und es steht nur bei den ersten sechs Anbietern dieser Seite.

Die zehn neuen Wettanbieter 2026 im Überblick

Rangliste nach Bewilligung, nicht nach Geschmack

Diese Seite empfiehlt keinen Anbieter. Sie ordnet die Anbieter nach der Bewilligungslage, nach ausgewählten Eckwerten und nach dem, was die Anbieter selbst veröffentlichen. Das ist kein Ranking, das ist eine Landkarte. Wer sie liest, sieht, wer wofür steht; wer sie nutzt, entscheidet selbst.

Anbieter Bewilligung Lizenz Position im Markt
tipp3 NÖ Wettgesetz — heimischer Wettanbieter mit Annahmestellen und Online
win2day NÖ Wettgesetz — öffentliches Glücksspielunternehmen, Sportwetten und Lotterien
Starsportwetten behördliche Bewilligung — App-Anbieter mit unbekannter Behördenangabe
Admiral Oö. Wettgesetz — stationärer Marktführer, seit 2025 unter Tipico
Vierklee Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz — Tiroler Traditionsbuchmacher
Merkur Bets behördliche Bewilligung — Nachfolger von Cashpoint, Marke der Merkur Group
Lottoland — MGA (Malta) Lotterien, kein österreichisches Wettangebot
bet-at-home — MGA (Malta) deutsche Marke mit österreichischer Geschichte
Spinsino — Curaçao Krypto- und Casino-Anbieter, kein österreichisches Set-up
888sport — Gibraltar (Evoke plc) internationaler Anbieter unter Evoke plc

Die Tabelle zeigt, wo jeder Anbieter steht. Die Reihenfolge ist nach Bewilligungslage sortiert, nicht nach Wettqualität. Die ersten sechs haben eine österreichische Bewilligung; die letzten vier nicht. Wer eine heimische Bewilligung will, bleibt vorne; wer eine Malta-Quote sucht, schaut nach hinten — und liest die jeweilige Anbieterseite, bevor er einzahlt.

Die Anbieter im Detail

tipp3: Der heimische Wettanbieter mit Trafiknetz

Tipp3 ist, was die Republik an Wettanbietern übrig gelassen hat: ein Anbieter mit heimischer Bewilligung, mit Annahmestellen in jeder Trafik und mit einer Online-Schnittstelle, die denselben Datenverkehr nutzt. Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft wurde im April 2000 gegründet, der erste Wettschein datiert vom 24. August 2001; tipp3 nimmt Wetten über rund 3.300 Trafiken und Annahmestellen, über die Trafik-App und online entgegen. Die Bewilligung ist im NÖ Wettgesetz verankert und mit Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 (IVW1-Wett-47/001-2020) erteilt — eine Aktenzahl, die auch win2day nennt. Tipp3 trägt nach eigenen Angaben die Wettgebühr bei verlorenen Wetten selbst, zieht aber bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns ab. Das ist ehrlich, weil es offen in den FAQ steht; es ist ungünstig, weil es nicht in der Quote steckt. Für wen tipp3 taugt: für Wettkunden, die ihre Wetten am Schalter abgeben wollen und dafür ein Stammbuch sowie eine Annahmestelle um die Ecke schätzen. Für wen tipp3 weniger taugt: für Spieler, die ausschließlich online setzen, mit PayPal zahlen und auf Livewetten mit hoher Taktung Wert legen. Das Trafiknetz ist Stärke und Beharrungsvermögen zugleich.

win2day: Sportwetten unter dem Dach der Österreichischen Lotterien

Win2day ist die Sportwettensparte der Österreichischen Lotterien. Die Seite steht unter einer eigenen Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020 — der gleiche Bescheid wie bei tipp3. Hier ist es wichtig zu trennen: Die Sportwetten auf win2day sind kein Glücksspiel im Sinne des GSpG; die Lotterien und das Casino-Angebot auf derselben Seite sind es sehr wohl und stehen unter der Bundesregelung. Wer die Seite nutzt, sollte wissen, dass er mit zwei unterschiedlichen Regimes spielt. Win2day hat die strengsten Limits im österreichischen Markt: 250 € pro Woche bis zum Alter von 26 Jahren, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26, Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist eine Schutzschwelle, kein Härtetest; wer mehr setzt, wechselt den Anbieter oder beantragt eine Erhöhung. Für wen win2day sich eignet: für Gelegenheitsspieler mit kleinem Budget und für Spieler, die ihren Anbieter im selben Konzern wie die Lotterie suchen. Für wen win2day weniger taugt: für High-Roller und für Spieler, die mehr als 1.680 € pro Monat umsetzen wollen. Die Limits sind die Bedingung, das Produkt ist solide, aber eng geschnitten.

Starsportwetten: App-Anbieter mit unklarem Aktenzeichen

Starsportwetten ist ein jüngerer Name. Die App-Beschreibung im Google-Play-Eintrag spricht von einem Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Welches Bundesland und welche Aktenzahl das gewesen sind, verrät die Beschreibung nicht. Wer hier spielt, hat eine Bewilligung im Sinne des österreichischen Wettgesetzes, aber die Aktenzahl, an der er sie prüfen könnte, fehlt im Auftritt. Das ist, gemessen am heimischen Standard, eine Lücke. Für wen Starsportwetten taugt: für Spieler, die eine schlanke App suchen und denen die Bewilligung wichtig, aber die Behördenangabe weniger wichtig ist. Für wen Starsportwetten weniger taugt: für Spieler, die jeden Anbieter anhand seines Impressums prüfen, bevor sie einzahlen. Die App selbst mag so gut sein, wie App-Beschreibungen versprechen; was fehlt, ist die Prüfbarkeit.

Admiral: Das stationäre Netz unter neuer Hoheit

Admiral ist der Name, an dem sich der heimische Markt seit Jahren misst. Das Unternehmen mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe, gegründet unter Walter Grubmüller, zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Im September 2025 hat Tipico die Übernahme abgeschlossen; der Deal stand unter Auflagen der Bundeswettbewerbsbehörde, und 20 Wettshops müssen verkauft werden. Was bleibt, ist das Netz; was sich ändert, ist die Marke über dem Eingang. Admiral steht unter der Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz — eine der wenigen Bewilligungen, die in Oberösterreich überhaupt vergeben werden. Wer Admiral nutzt, nutzt in vielen Filialen auch das Tipico-Backend; die Boni und Aktionen gleichen sich an, das Wettregulativ bleibt österreichisch. Für wen Admiral taugt: für Spieler, die eine Annahmestelle schätzen, an Quoten aus dem Tipico-Konzern interessiert sind und nichts dagegen haben, dass der Bonus der Konzernmutter dem Filialanbieter übergestülpt wird. Für wen Admiral weniger taugt: für Spieler, die ihre Bewilligung dort lesen wollen, wo sie auch buchhalterisch geprüft wird. Der Auftritt nennt Oberösterreich; die Beweislast liegt beim Konzern.

Vierklee: Tiroler Buchmacher mit eigener Aktenzahl

Vierklee ist der einzige Anbieter im Feld, der seine Bewilligungsakte offen nennt. Im Impressum steht die Aktenzahl IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung; als Rechtsvorschrift gilt das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Das ist, gemessen am heimischen Markt, vorbildlich: Wer nachschauen will, ob die Bewilligung existiert, hat die Aktenzahl, mit der er beim Land nachfragen kann. Vierklee ist im übrigen Wettmarkt kein Schwergewicht — die Marke ist regional, das Online-Angebot ist eine Ergänzung zur Tiroler Filiale. Wer Vierklee nutzt, spielt nicht zwingend besser oder schlechter; er spielt transparenter. Für wen Vierklee taugt: für Spieler, denen die Bewilligungsprüfung wichtiger ist als der Bonus, und für Tiroler Wettkunden, die einen lokalen Anbieter im Netz vermissen. Für wen Vierklee weniger taugt: für Spieler, die ein flächendeckendes Filialnetz erwarten, das Vierklee nicht hat.

Merkur Bets: Aus Cashpoint wird Merkur Bets

Merkur Bets trägt seit Juni 2025 den Namen, den die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group trägt. Früher hieß sie Cashpoint, gegründet 1996 in Gerasdorf bei Wien; die Marke wechselt, das Geschäft bleibt. Eine Bewilligung nennt Merkur Bets; das Land und der Bescheid sind im Auftritt nicht eigens ausgewiesen, die Konzernmutter betreibt das Geschäft aber seit Jahrzehnten in Österreich. Wer hier spielt, sollte wissen, dass die Merkur Group über ihre Spielstätten in mehreren Bundesländern aktiv ist; die Online-Bewilligung hängt davon ab, in welchem Land die Daten bereitgestellt werden. Für wen Merkur Bets taugt: für Spieler, die einen stationären Hintergrund schätzen und sich von einem neuen Markennamen nicht abschrecken lassen. Für wen Merkur Bets weniger taugt: für Spieler, die jeden Anbieter zuerst auf der Karte der Bundesländer verorten. Der Markenwechsel ist frisch, die Historie des Unternehmens im österreichischen Markt hingegen lang.

Lottoland: Lotterien, keine österreichische Wettbewilligung

Lottoland ist ein Sonderfall. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Gibraltar, wurde im Mai 2013 gegründet, bietet Wetten auf mehr als 30 Lotterieziehungen an. Eine österreichische Bewilligung gibt es nicht; was es gibt, ist eine Lizenz der Malta Gaming Authority. Lottoland ist im Wortsinn ein Lotterieanbieter, kein Sportwettenanbieter — wer hier eine Sportwette platzieren will, sucht vermutlich vergebens. Was die Seite für österreichische Spieler interessant macht, ist nicht das Wettangebot, sondern die Frage, was eine Malta-Lizenz im österreichischen Markt bedeutet. Sie bedeutet: kein heimischer Ansprechpartner, keine österreichische Selbstsperre, kein österreichischer Konsumentenschutz, sondern die Lizenz eines anderen Staates, von dem aus ein Online-Angebot an österreichische Spieler geht. Für wen Lottoland taugt: für Spieler, die Lotterien aus anderen Ländern bespielen wollen und mit einer ausländischen Lizenz leben können. Für wen Lottoland weniger taugt: für jeden, der eine Sportwette in Österreich setzen will.

bet-at-home: Deutsche Geschichte, maltesische Lizenz

Bet-at-home wurde im Dezember 1999 in Wels gegründet, die Website ging im März 2000 online; die Bet-at-home.com AG sitzt heute in Düsseldorf, die internationalen Lizenzen werden über die Bet-at-home.com Holding Ltd. in Malta gehalten. Eine österreichische Bewilligung ist nicht etabliert. Bet-at-home ist im deutschen und österreichischen Markt seit langem präsent, die Serverstruktur steht aber im EU-Ausland. Für wen bet-at-home taugt: für Spieler, die eine bekannte Marke suchen, mit einer Malta-Lizenz leben können und auf die österreichische Wettgebühr im Voraus rechnen — die Wettgebühr fällt auch bei Malta-Anbietern an, sofern in Österreich gewettet wird. Für wen bet-at-home weniger taugt: für Spieler, die im Streitfall einen österreichischen Ansprechpartner erwarten. Den gibt es hier nicht.

Spinsino: Curaçao-Lizenz und kein österreichisches Set-up

Spinsino ist im Auftritt ein mexikanisches Angebot — spanische Texte, Zahlungsarten OXXO, SPEI, Mercado Pago und CoDi. Eine deutsche oder österreichische Version wurde nicht gefunden. Die Lizenz steht im Footer: Curaçao, Lizenznummer OGL/2024/677/0722, betrieben von der Paloma Media B.V. (Firmennummer 146988). Das ist keine österreichische Lizenz; das ist eine Lizenz, die in einem Rechtsraum erteilt wird, der anders misst als Malta oder Gibraltar. Wer hier spielt, hat einen Anbieter, der seine internationale Version aus Curaçao betreibt, mit Kryptowährungen und Casino im Gepäck — und kein österreichisches Set-up, kein österreichisches Sportwettenangebot, keine österreichische Selbstsperre. Für wen Spinsino taugt: für niemanden, der in Österreich Sportwetten setzen will. Für wen Spinsino weniger taugt: für jeden, der hier sucht, was er auf einer heimischen Seite finden würde. Die Bewertung fällt entsprechend kurz aus.

888sport: Gibraltar-Lizenz, kein österreichischer Eintrag

888sport gehört zur Evoke plc, die ihren Sitz in Gibraltar hat, an der London Stock Exchange (Kürzel EVOK) notiert ist und unter einer Glücksspiellizenz der Regierung von Gibraltar arbeitet. Eine österreichische Bewilligung führt der Auftritt nicht. 888sport ist im europäischen Wettmarkt ein Schwergewicht; in Österreich gehört es zu den Anbietern ohne Bewilligung, dessen Position vom Land und vom Serverstandort abhängt. Für wen 888sport taugt: für Spieler, die eine breite Wettauswahl und eine konzerngeführte Marke suchen, mit einer Gibraltar-Lizenz leben können. Für wen 888sport weniger taugt: für Spieler, die einen österreichischen Ansprechpartner erwarten oder auf einen heimischen Bonus angewiesen sind. Die Marke kann mehr liefern als die Lizenz; was sie nicht kann, ist die österreichische Bewilligung ersetzen.

Häufige Fragen zu neuen Wettanbietern in Österreich

Ab wann gilt ein Wettanbieter in Österreich als neu und wie lässt sich prüfen, wer dahintersteckt?

Ein Wettanbieter ist neu, sobald er hierzulande erstmals oder erstmals nennenswert auftritt; ein Markenwechsel wie der von Cashpoint zu Merkur Bets zählt ebenso dazu wie ein tatsächlicher Markteintritt. Geprüft wird am Impressum, am Betreiber und an der Bewilligung: Wer hinter der Marke steht (GmbH, AG, Konzern), in welchem Bundesland die Bewilligung erteilt wurde und welche Aktenzahl der Bescheid trägt, sind die drei Angaben, die der Anbieter offenlegen muss.

Welche Bewilligung braucht ein neuer Anbieter für Kunden in Österreich und reicht eine Lizenz aus Malta?

In Österreich wird eine Bewilligung des Bundeslandes benötigt, in dem die Datenbereitstellung erfolgt; geregelt sind die Bewilligungen in den Wettgesetzen der Länder wie dem NÖ Wettgesetz oder dem Oö. Wettgesetz. Eine Lizenz aus Malta, Gibraltar oder Curaçao ist keine österreichische Bewilligung. Sie ist die Erlaubnis eines anderen Staates, von dort aus Sportwetten anzubieten, und sie schützt nicht davor, dass die österreichische Behörde die Frage der Datenbereitstellung anders beantwortet.

Woran ist zu erkennen, ob ein neue Anbieter die Wettgebühr von 5 Prozent selbst trägt oder weitergibt?

Die Wettgebühr von 5 Prozent auf den Wetteinsatz ist seit 1. April 2025 in § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG normiert. Ob der Anbieter sie im Gewinn abzieht, in die Quote einrechnet oder selbst trägt, steht in den Wettregeln oder in den FAQ. Eine ausgewiesene Wette zu Quote 2,00 mit Wettgebühr im Gewinn bringt netto 1,90, nicht 2,00. Wer das prüfen will, liest das Kleingedruckte, nicht die Werbung.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten sind bei Willkommensangeboten neuer Anbieter zu beachten?

Die Bedingungen sind anbieterbezogen und stehen in den Aktionsbedingungen. Drei Zahlen tragen die Information: der Umsatzfaktor (wie oft muss der Bonus durchgespielt werden), die Mindestquote (ab wann eine Wette zählt) und die Frist (bis wann der Umsatz erfüllt sein muss). Wer einen Bonus mitnimmt, liest diese drei Zahlen, bevor er einzahlt, und entscheidet, ob sie zu seinem Wettverhalten passen.

Wo lässt sich bei neuen Anbietern eine Selbstsperre beantragen und gilt sie bei anderen Marken mit?

Die Selbstsperre ist kontoweise und anbieterbezogen; ein zentrales Register für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. tipp3 etwa bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten oder eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren; win2day hat eigene Limits und Sperren; ausländische Anbieter haben eigene Verfahren. Wer sich wirksam aus dem Markt nehmen will, sperrt sich bei jedem Anbieter einzeln und lässt sich die Sperre schriftlich bestätigen.

Welche Zahlungsmethoden und Auszahlungszeiten sind bei neuen Wettanbietern zu prüfen?

Die Zahlungsmethoden sind anbieterbezogen und stehen in der Kasse oder in den FAQ; PayPal ist keine Selbstverständlichkeit und setzt eine eigene Prüfung des Anbieters voraus. Auszahlungszeiten variieren nach Methode: E-Wallet binnen 24 Stunden, Banküberweisung 1–3 Werktage, alles darüber ist verdächtig. Gebühren sollte der Anbieter offen ausweisen; wer jede Auszahlung ans Portemonnaie hängt, zeigt, wo der Hebel sitzt.

Dieser Beitrag wurde vom Team von Fußballtipps Info erstellt.

Ähnliche Beiträge